Keltenschanze

Keltenschanze - Viereckschanze

 

Südwestlich von Zoltingen befinden sich noch Überreste einer Viereckschanze aus der Zeit der Kelten.

 

Über den Zweck dieser quadratischen Wallanlagen mit vorgelegtem Graben, die nur selten eine Seitenlänge von mehr als 100 Metern aufweisen und fast immer in einem Bezug zu Brunnen, Quellen oder Bächen stehen, tappte man lange Zeit vollkommen im dunkeln. Durch die von Klaus Schwarz zwischen 1957 und 1963 durchgeführten Ausgrabungen bei Holzhausen an der Isar schien endlich der Beweis erbracht worden zu sein, dass es sich bei den Viereckschanzen um Kultanlagen gehandelt hat. Ein kleiner Umgangstempel aus Holz, Brandaltäre und und drei nicht zeitgleiche Schächte, 7 bis 35 Meter tief, mit in die Füllung eingelagerten dunklen Schichten, die aufgrund ihrer Zusammensetzung als Reste von Brandopfern gedeutet worden waren, legten in den Augen vieler Archäologen dafür Zeugnis ab. Zudem fand sich im unteren Teil eines Schachtes das Negativ eines absichtlich schräg verkeilten Holzpfahls, der, nach Ansicht des Ausgräbers, eventuell astronomische Bedeutung hatte.

 

Als Fazit zu den Untersuchungen zahlreicher Ausgrabungen mehrere Viereckschanzen kann jedoch bis heute noch kein einheitliches Bild vom Charakter dieser Anlagen gewonnen werden.

Quelle: Franz Krippner

Vom Inferno zur Kulturlandschaft

Der prähistorische Mensch im Nördlinger Ries

Heimat- und Fachverlag F.Steinmeier, Nördlingen

 

(Info: Ernst Buser)